Wenn Gedanken kreisen, innere Unruhe nicht weichen will und der Alltag zu laut, zu schnell, zu viel ist.
Wenn man sich selbst fragt: „Was ist nur mit mir los?“ – aber keine Antwort findet, die trägt.
Als junger Pädagoge war ich voller Zweifel:
„Ich bin nicht gut genug. Ich schaffe das nicht.“
Ich fühlte mich überfordert von dem, was für andere scheinbar selbstverständlich war: Lautstärke. Chaos. Konflikte.
Ich hielt mich für zu weich.
Zu empfindlich.
Zu wenig belastbar.
Manchmal überkam mich ein Fluchtimpuls mitten im Supermarkt. Ich ließ den Einkaufswagen stehen und ging.
Oder ich sah morgens beim Bäcker nur eine Schlagzeile – las nicht einmal den Artikel – und dennoch verfolgte mich die Nachricht den ganzen Tag.
Ich konnte mich davon nicht abgrenzen.
Ich dachte lange, das sei Schwäche.
Heute weiß ich: Es war feine Wahrnehmung ohne Schutz. Ein System, das mehr aufnimmt als es verarbeiten kann – weil niemand uns beibringt, wie das geht.
Ich habe geraucht. Ich habe getrunken. Ich habe versucht, das alles zu betäuben.
Aber irgendwann musste ich hinsehen.
Mein Weg führte mich tief nach innen,
in die Welt der Meditation und der Stille – eine Suche, die mich seit meiner Jugend begleitet.